Chinesische Phytotherapie

Verschidene Heilkräuter
Urheber/Lizenzgeber: https://de.depositphotos.com

Die chinesische Phytotherapie ist im Verlauf von 3000 Jahren entstanden und beinhaltet einen umfassenden Wissensschatz über Indikationen und Wirkweise von tausenden von Heilkräutern pflanzlicher, mineralischer und tierischer Herkunft. Sie stellt eine ideale Ergänzung zur Akupunktur dar, besonders dann, wenn die Aktivierung der noch im Körper vorhandenen Energien durch Akupunktur allein nicht mehr ausreicht. Die chinesische Phytotherapie dient insbesondere zur Ergänzung bei Mangelzuständen der fünf Grundsubstanzen des Körpers (Bausubstanzen und –Energie): Qi (Lebensenergie), Xue (Blut), Jing (Essenz des Lebens, im weitesten Sinne angeborene Konstitution eines Individuums), Shen (Lebensgeist, Beeinflussung der Psyche) und Jin Ye (Körpersäfte, hierzu zählen alle körpereigenen Flüssigkeiten außer Blut). Darüber hinaus können chinesische Kräuter Wärme zuführen oder kühlen, Schmerzen stillen, Blutungen stoppen, desinfizieren, Pathogene ausleiten, haben teilweise antibiotische Wirkung, können Husten stillen, wirken schleimlösend, Juckreiz stillend und entzündungshemmend und vieles mehr. Chinesische Kräuter können sowohl bei chronischen als auch bei akuten Krankheitsbildern eingesetzt werden.

Auf Grundlage der Traditionellen Chinesischen Diagnose wird eine für den Patienten passende individuelle Kräuterrezeptur erstellt, die dann bei einer darauf spezialisierten nach deutschem Arzneimittelrecht arbeitenden Apotheke bestellt wird. Die Apotheke bereitet nach Anweisung des Therapeuten die Rezeptur in der gewünschten Darreichungsform (Dekokt, Pulver, Pille, Granulat etc.) zu und gibt sie mit den genauen Anwendungsvorschriften direkt an den Patientenbesitzer ab.

Indikationen für Chinesische Phytotherapie:

  • Störungen des Bewegungsapparates
  • Schmerzbehandlung
  • Neurologische Störungen
  • Erkrankungen von Lunge und Atemwegen
  • Herz-/Kreislauferkrankungen
  • Erkrankungen der Niere und der harnableitenden Organe
  • Störungen des Verdauungsapparates
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Erkrankungen des Hormonsystems
  • Erkrankungen des Immunsystems (Allergien, Autoaggression, Immunschwäche)
  • Hautprobleme
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane
  • Altersbedingte Störungen
  • Entwicklungsstörungen
  • Psychische Probleme
  • Störungen der Sinnesorgane
  • Leistungsschwäche